Frühjahrskonzert 2011
Vielseitiges Konzert des MGV Schloßberg
Der MGV Schloßberg ist seinem Motto „Stephanskirchen
singt und musiziert“ treu geblieben. Als Untertitel hätte man auch nehmen können:
„Gib der Jugend eine Chance“:
Eine Reihe ganz junger Leute, aber auch
arrivierte Musiker und Sänger gestalteten das Programm. Mit
dem „Sängermarsch“ eröffnete der Chor das Konzert.
Der Junge mit der
Mundharmonika war Manfred Panhans, der das amerikanische Volkslied „Sehnsucht
nach Virgina“ begleitete.
Christian Aßbichler dirigierte die Musikkapelle Stephanskirchen zu dem Marsch „Gute Kameraden, „Montana-Marsch“ und der Polka „Böhmisches
Mädchen“. Dem Publikum hat das sehr gut gefallen.
Zum ersten Male präsentierten sich „Die Sonetten“, der noch junge Damenchor von Marion Hummel, beim
Konzert des MGV mit „Air“ und dem alten deutschen Volkslied “Sah ein
Knab’ ein Röslein stehn“.
Elias Mädler,
acht Jahre alt, begeisterte nicht
nur mit seinem Liedchen „Komm lieber Mai und mache“ das Publikum, sondern
auch mit seinem charmanten Lächeln.
Enrico
Ringer, nur wenige Jahre älter als Elias, sympathisch schüchtern auf der Bühne,
spielte das Klaviersolo „L’après-midi“ mit Bravour. Beide Jungs sind Schüler
von Marion Hummel.
Singend, mit „Let us sing“ betrat Gudrun
Linke mit ihrem gemischten Gospelchor
Joiful voices die Bühne und setzte
ihren Auftritt schwungvoll mit den
Songs „Halleluia“ und „Holy“ fort.
Wieder trat
Gudrun Linke auf, diesmal mit Ensemble
des MGV. Sie dirigierte
„Männer mag man eben“ von Hans Unterweger
und „Heast as net“ von Hubert von Goisern.
Heidi Ilgenfritz, stellvertretende Leiterin
der Musikschule Rosenheim/Stephanskirchen, spielte
mit ihrem Ensemble „Rundumanumdum“
mit Flöten, Gitarre und Hackbrett alpenländische Weisen.
Lynda Kemeny, Fachbereichsleiterin der Musikschule Rosenheim im
Fach Gesang, gab einen Einblick in ihre erfolgreiche Arbeit als Gesangslehrerin.
Sie konnte drei ihrer Mädels präsentieren, von denen zwei schon
Bundessiegerinnen geworden sind. Ihre Tochter Kara, Patrizia Unger und Larissa
Weigand, überzeugten nicht nur mit ihrem wunderbaren Gesang mit Melodien aus
Musicals und moderner Operette, sondern zeigten auch schon großes
schauspielerisches Talent. Mit anhaltendem Applaus dankte ihnen das Publikum für
ihren absolut gelungenen Auftritt.
Für den HP-Marsch und einer Weisenfolge
erhielten die „Oidstoaner Musikanten“
viel Beifall und verabschiedeten das Publikum in die Pause.
Danach ging es mit viel Pep weiter. Monika Reif, eine musikbegeisterte Frau, muss man in Stephanskirchen
nicht mehr vorstellen. Sie ist mit ihrem Salon-Ensemble, Frauenchor und ihren Kindern Clarissa, Christian und Thomas vom Konzert des MGV nicht mehr
wegzudenken. Temperamentvoll dirigierte sie Chor und Ensemble, Clarissa trat mit
ihrer tollen Stimme als Solistin
auf, Christian und Thomas begeisterten wieder einmal mehr mit einem „Medley über
Filmmusik“ und „Romanze Andalusia“, das Publikum, bei der Thomas mit
seiner Geige die Zuhörer wieder verzauberte.
Ein Ohrenschmaus war das von Marion Hummel, Chorleiterin des MGV, auf dem Klavier vorgetragene
„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“
von Karel Svoboda.
Danach wurde vom Ensemble
des MGV „Nachwuchs“ gesucht, man sang auch „Beschwingt übers Land“,
„Wir sind alle über 40“ und verabschiedete sich von den Gästen mit
„Vielen Dank“, arrangiert und einstudiert von Wolfgang Zeller und begleitet
mit Trompeten von Bernhard Depta und Robert Müller.
Der Schluss blieb dem Chor
des MGV vorbehalten. Mit Hubert von
Goiserns „Weit, weit weg“ und dem schottischen Volkslied „Amazing Graze“
verabschiedete der Chor sein Publikum. Es gab viel Beifall für ein
umfangreiches und vielseitiges Programm.
Oberbayerisches Volksblatt:
Frühjahrskonzert 2008

Frühjahrskonzert 2007
Seit nun 30 Jahre in Folge veranstaltet der MGV Schloßberg sein jährliches Frühjahrskonzert
unter dem Motto: "Stephanskirchen singt und musiziert!"
Das Frühjahrskonzert versteht sich nicht nur als Forum für den Chor, sondern auch als Plattform unterschiedlicher Stilrichtungen, verschiedener Interpreten und Musikgruppen, besonders auch junger Talente, denen der MGV so die Chance gibt, sich vor einem Publikum zu präsentieren. Dieses Mal waren sogar zwei Acht- und Neunjährige mit von der Partie.

Gottfried
Thalmeier, Johanna Weiß, Sepp Pauker, Helmut
Janura, Manfred Panhans und Wolfgang Zeller am Klavier (von rechts nach links)
Eröffnet wurde das Programm mit dem weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekanntem Spielmannszug Stephanskirchen, dem mehrfachen
deutschen Meister, der in gewohnter Präzision "Hagen von Tronje", ein
"Abba-Medley" und unter Blitz und Donner Fanfaren und
Flöten erklingen ließ.
Mit den Volksliedern "In einem kühlem Grunde" und "Sah ein Knab ein Röslein stehn" präsentierte sich der Chor des MGV mit seiner neuen Chorleiterin Marion Hummel, die auch als Pianistin vom Publikum
hervorragend aufgenommen wurde, als sie auf dem Flügel eine "Äolsharfe" erklingen ließ.
Ihre Kunstfertigkeit am Klavier bewiesen auch Felicitas Zähringer und Ann-Sophie Goethe und natürlich die Familie Reif: Anerkennenden Beifall gab es für den
Nachwuchs. Sowohl Felicitas Zähringer und Ann-Sophie Goethe gefielen vierhändig
Larissa und Christian Reif glänzten zuerst mit der "Elegie für Cello und Klavier" und später in Verbindung mit mehreren Darbietungen des Jugendsalon-Ensembles unter Leitung
von Monika Reif. Ein vierhändiges "Candlelight Dinner" servierten Marion Hummel und Thomas Schürmann
am Klavier, darauf spielte Isabella Manna auf.
Dann ging es kunterbunt weiter: Spontane Bravo-Rufe gab es jedes Mal, wenn Geigen und Zigeunerweisen erklangen, Pianistin Monika Reif "Miss Marples"
kriminalistische Fähigkeiten musikalisch interpretierte oder Sopranistin Johanna Weiß beim verführerischen Flirt mit dem
"Vetter aus Dingsda" am Flügel begleitete. Auch die Musikschule Stephanskirchen war wieder dabei. Katharina Niedhammer (Querflöte) und
Verena Kronast (Gitarre) faszinierten die Zuhörer mit Melodien aus Südamerika.
Der besondere Hit war der Auftritt von Johanna Weiß und den MGV-Sängern Gottfried Thalmeier, Sepp Pauker, Helmut Janura und Manfred
Panhans. Wolfgang Zeller, der die musikalischen Rundreise "Von Baierbach bis Ziegelberg" im Stile eines Countrysongs komponiert und getextet hatte, begleitete die Interpreten durch die Ortsteile der Gemeinde am Klavier.
Nachdem der Chor von "Wein, Weib und Gesang" geträumt und stimmgewaltig den versoffenen "Kurfürst Friedrich" besungen hatte, der nicht wusste, wie er ins "Nest" gekommen war, weil er wieder "voll
gewest", übernahm Gudrun Linke den Dirigentenstab und leitete das MGV-Ensemble, das die Evergreens "Bel ami", "Ich tanze mit dir in den Himmel hinein", "So schön wie heut" und "Das gibt's nur einmal" als Potpourri vortrug.

Die Interpreten des Abends
genießen den Applaus des Publikums
Den Auftritt am Schluss des Konzerts ließ sich der MGV natürlich nicht nehmen. Mit "Ein Freund, ein guter Freund" endete der musikalische Streifzug mit der Hymne vom "Stephanskirchener Landl", deren Solopartien
Gottfried Thalmeier vortrug.
Zum Schluss versammelten sich alle Akteure auf der Bühne. Lang anhaltender Beifall des begeisterten Publikums
und Blumen für die Damen waren der Dank für die ausgezeichnete musikalische
Leistung von Profis, Amateuren, jungen Talenten und natürlich des Chors.
Eine Ehrung stand auch noch auf dem Programm. Seit 30 Jahren moderiert Bernhard Holzner Konzerte des MGV in Stephanskirchen mit immer neuen humorvollen Einfällen. Für diese außergewöhnliche Leistung gab es ein herzliches Dankeschön der Sänger und vom 1. Vorsitzenden etwas Hochprozentiges
und eine CD. Beides wird ihm sicherlich Freude bereiten.
Das
Frühjahrskonzert
2006:
Stephanskirchen
singt und musiziert -
"Lieder aus aller Welt"
Der MGV Schloßberg ist nicht nur ein
Männerchor, der mit Können, Engagement und Leidenschaft sein Publikum auf
einer Vielzahl von Veranstaltungen mitreißt. Auf seinem Frühjahrskonzert
bietet er jedes Jahr jungen und
talentierten Musikern und Sängern, weibliche ebenso inbegriffen wie weniger
junge, ein Forum, auf dem sie sich und ihre Kunst einem größeren Publikum
präsentieren können. Deshalb ist das Frühjahrskonzert nicht nur eine
Veranstaltung eines hörens- und sehenswerten Männerchors, sondern eine musikalische Institution für die ganze Region.

Der MGV trat 2006 erstmals unter der Leitung seiner neuen Dirigentin Gudrun Linke zum Konzert an, der Chor präsentierte sich in
bester Verfassung, und diese glückliche Liaison begeisterte ein ums andere Mal
das Publikum mit seinem gezielt auf Vielseitigkeit ausgewählten Programm - und alle.
die daran gezweifelt hatten, ob es einer so jungen Dame gelingen könne, die
gestandene Männerschar in den Griff zu bekommen, durften feststellen, dass der
Chor wohl noch nie so gut war wie unter dieser inspirierenden musikalischen
Leitung.
Eröffnet wurde der
internationale musikalische Reigen mit dem Völker verbindenden "Wir singen unsere Lieder" von
Marc-Antonie Charpentier, das als Erkennungsmelodie
für Eurovisionssendungen bekannt ist. Der Chor wurde begleitet
von Hörnern, Bassgitarre und Klavier. Dann war Mozarts Zauberflöte an der
Reihe. Monika Reif begleitete den Chor, der getragen und mit Andacht
den Chor der Priester darbot, auf dem Flügel. International ging es
weiter: Auf der Mundharmonika begleitete Manfred Panhans das amerikanische
Volkslied "Sehnsucht nach Virgini". Mit "Bela Bimba" ging es nach Italien, mit
dem "Ungarischen Tanz Nr. 6" zu den südöstlichen Nachbarn, mit "Fein sein"
nach Kärnten und dann wieder über den Atlantik an den Mississippi, dem "Ol'
man river", der eine traurige Geschichte über die Sklaverei erzählt. Das
weltbekannte Lied aus
dem Musical "Das Showboot" von Jerome Kern wurde vom Chor und den Solisten Peter Bach und Manfred Panhans
in der Originalsprache gesungen. "Der
Lindenbaum", der Klassiker von Franz Schubert, führte wieder in heimische
Gefilde zurück.
Neben dem unüberhörbaren
Feinschliff, den Gudrun Linke dem Chor in kürzester Zeit verpasst hatte, mussten die
Sänger lernen, dass zu einem professionellen Auftritt trotz höchster
Konzentration auch ein Lächeln gehört. Vom Publikum unbemerkt zeigte sie den
zwischendurch angestrengt und ernst dreinschauenden Sängern ein Plakat mit dem
"lachenden Mondgesicht". Flugs stellte sich die erwünschte Wirkung
ein.
Die Familie Reif, jedem
Stephanskirchner Musikinteressierten ein fester Begriff, trat mit Mutter und drei Kindern
beim Konzert an. Frau Reif ist Pianistin, und
alle drei Kinder spielen verschiedene Instrumente. Bei ihren Auftritten ernteten die Brüder Christian und Thomas minutenlangen Beifall. Christian
brillierte bei seinem Klaviersolo mit der "Fantaisie
Impromptu" in cis-Moll von Frédéric Chopin und Thomas als Violinist mit den "Ballettszenen" von
Charles-Auguste de Bériot, einem belgischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert.
Begleitet wurde er dabei von Bruder Christian auf dem Klavier. Anschließend glänzte Mutter Monika Reif
im Zusammenspiel mit dem Stephanskirchner Jugendorchester mit einem
temperamentvollen Swing-Medley.
Dann wurde es rockig. Das Gitarrenensemble "Rosa
negra" der Musikschule Rosenheim unter der Leitung von Schulleiter Gottfried
Hartl spielte John Lennons und Paul
McCartneys "Lady Madonna". Nach einem Tango von
Dieter Kreidl gehörte die
Bühne der
großartigen Simone Süßmuth, einer angehenden Stephanskirchner Logopädin. Mit ihrer wunderbaren Stimme
begeisterte sie solo mit "O mio babbuno caro" aus Gianni Schicchi und "Quando m'en vo" aus
La Boheme von Puccini, im Duett mit Gottfried Thalmeier mit "La ci darem la mano" aus
dem Don Giovanni von Mozart und mit dem MGV-Ensemble mit "Rock me Amadeus",
erstmals mit Gottfried Thalmeier, Peter Bach, Helmut Janura und Günther
Forster. Begleitet wurden sie dabei von Wolfgang Zeller auf dem Klavier.
Es war erstaunlich, welche schauspielerischen Fähigkeiten dabei
die vier Sangesbrüder entwickelten, auch wenn die Umsetzung der Choreographie
etwas
zu wünschen übrig ließ und die Sänger zwischendurch aus dem körperlichen
Gleichklang kamen. Ob zuerst Peter
oder Helmut aus dem Takt kam, war nicht mehr nachzuvollziehen - das
Publikum amüsierte sich jedenfalls köstlich.
Wolfgang Zeller, der
Rektor der Hauptschule Rohrdorf, erwies sich auch weiterhin als
musikalisches Multitalent: Er inszenierte, arrangierte, komponierte die Auftritte für
das MGV-Ensemble und Simone Süßmuth, begleitete am Flügel und spielte vierhändig mit
der musikalisch vielseitigen Judith Kirchleitner Kompositionen von Mozart, Bach und
Beethoven. Die junge Frau
spielte später zusammen mit Katharina Heiss
vierhändig auf dem Flügel den
"Waltz for
Laura" von Mike Cornick, einem zeitgenössischen Komponisten und
Arrangeur, der Klassik mit einer Prise Jazz und einer Messerspitze Popmusik
mischt und daraus ein ansprechendes Potpourri bereitet.
Beim Gesangsduo Maria und
Christine machte der MGV eine Ausnahme, weil er seinem Publikum die beiden
Damen, die nicht aus Stephanskirchen, sondern aus dem nahegelegenen Vogtareuth kommen, nicht vorenthalten wollte, wie die beiden
abwechselnd vom Alt in den Sopran wechselten und mit ihrem schier unglaublichen
Stimmumfang und ihren phantastischen Stimmen Wiener Lieder sangen. Begleitet
wurden sie dabei von der Vogtareuther Akkordeonlegende Sepp Rumberger.
Wie gewohnt führte
MGV-Vorstandsmitglied und Hobbykabarettist Bernhard Holzner mit Witz und Humor durch
einen Abend, an dem ein begeistertes Publikum begeisternde Künstler mit
stürmischem Applaus feierte und am Ende um ein großartiges Erlebnis reicher
nach Hause ging.
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