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Sängerball
2009
Zum
Jubiläum: Ein ganz besonderer Ball
Den Ball zum 100jährigen
Jubiläum des MGV Schloßberg werden die Besucher noch
lange nicht vergessen. Die
Garderobe: Die Damen in eleganten Abendkleidern, die Männer im feinen Zwirn,
ließ ein Hauch von Haute Couture in dem bis zum letzten Platz gefüllten Saal
aufkommen. Es war ein rauschendes Fest: Stimmung kam sofort auf, als die Sängerschar
unter der Leitung von Marion Hummel mit Tambourstab nach den Klängen des
Marsches "Frei weg" in
den festlich geschmückten Antrettersaal in Stephanskirchen einzog.
Der 1. Vorsitzende Otmar
Nau begrüßte, stellvertretend für alle Ballbesucher, prominente Gäste.
Mit Gattin angereist waren MdL
Klaus Stöttner, der sich als charmanter und eifriger Tänzer auszeichnete,
sowie der 1. Bürgermeister der Gemeinde Stephanskirchen, Rainer Auer, der
Schirmherr der Jubiläumsveranstaltung.

Chor
mit Tambour
Als ewiger Wunsch der
Herren und als Hommage an die Damen ließ
der Chor des MGV Wein, Weib und Gesang hochleben. Danach eröffneten die Sänger
offiziell mit einem Walzer den Ball. Ab sofort ging es rund auf der Tanzfläche.
Die Paare schwebten im Dreivierteltakt, zu Tango, Swing und Blues über die
Tanzfläche. Mit wunderschönen Melodien und einem vielfältigen Repertoire
konnte das Ballorchester Stephanskirchen unter der Leitung seines Leaders "Helmi"
Meier das Publikum begeistern. Humorvoll führte Manfred Panhans durch das
Programm.
So manchem Ballgast lockte
der etwas ungelenke Einmarsch der Sänger nach der Filmmelodie aus Alexis Sorbas
im Surtakirhythmus ein Schmunzeln ab. Umso mehr Gefallen fand das Repertoirestück
von Udo Jürgens über den "Griechischen
Wein". Der Refrain wurde von allen begeistert mitgesungen und der Chor mit
viel Beifall bedacht.

Glitter-
und Glamourgirls auf dem Sängerball - eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen
die Damen ihr Bestes zeigen können
Plötzlich nur noch
schummriges Licht im Saal. In weiße Kaftane gekleidete und mit dunklen
Sonnenbrillen finster aussehende Gestalten betraten wie Kamele hüpfend den
Saal. Die Verwirrung löste sich jedoch schnell auf:
Die zwielichtig erscheinende Männergruppe entpuppte sich
als das Ensemble des MGV. Unter der Leitung von Gudrun Linke erzählte es
singend über die "Bar zum Krokodil" und das frivol amouröse Leben
der Frau Potiphar, die in der Liebe ungemein erfahren war, deren Gatte sich gute
Ratschläge bei Ramses holte und trotzdem nicht verhindern konnte, dass die Dame
zum Vergnügen nach Theben fuhr, wo in der Krokodilbar dreiviertelnackt zu Rumba
und Dreivierteltakt getanzt wurde.

Stephanskirchen
am Nil
Ein weiteres Schmankerl
war die Büttenrede von Bernhard Holzner. Mit seinem ihm eigenen Humor erzählte
er über einen versehentlichen Besuch in der Damensauna, der ihn mächtig ins
Schwitzen brachte, und er lästerte über die holprigen Stolpersteine auf dem
Ludwigsplatz in Rosenheim. Er meinte auch, dass die Beschränkungen auf 30
Stundenkilometer in der Gemeinde Stephanskirchen nur deshalb erfunden worden
seien, damit der überaus sportliche Bürgermeister Auer die Autos beim Joggen
überholen könne. Außerdem meinte er, der Unterschied zwischen dem
amerikanischen Präsidenten Obama und dem Gemeindeoberhaupt von Stephanskirchen
bestehe lediglich darin, dass Stephanskirchen nicht von einem "Schwarzen"
regiert werde.
Ganz pfiffig präsentierte
sich das
„Kleinstensemble“ des MGV mit
Arrangements aus der Feder von Wolfgang Zeller mit Songs der „Spider Murphy
Gang“. Elegant mogelte sich Gudrun Linke in die Domäne der Männerwelt des
MGV und nahm auch noch die Führungsstimme für sich in Anspruch. Unerwartet
viel Temperament zeigten Peter Bach, Günther Forster und Manfred Panhans.

Tanz
in den Morgen
Obwohl eine Steigerung der
guten Stimmung und Laune kaum möglich schien, kam es beim Auftritt der
Faschingsgilde Prienarria immer wieder zu Ovationen für Prinzenpaar und Garde.
Mit einer tollen Choreographie, umwerfend hübschen Gardemädchen und den
halsbrecherischen Tänzen des Prinzenpaares begeisterte die Faschingstruppe das
Publikum.
Es gab auch Faschingsorden
für die Verdienste des MGV und Küsschen für die neuen Ordensträger und den
Schirmherrn, Bürgermeister Auer, von der Prinzessin und den Gardemädchen.
Otmar Nau kam dabei zu der Feststellung, dass zwei Konponenten für eine
Schirmherrschaft notwendig seien: Erstens die Herrschaft, die man als Bürgermeister
ja bereits habe. Es fehle nur noch der Schirm, der ihm dann zur Vervollständigung
seines Amtes symbolisch überreicht wurde.

Herr mit
Schirm, Faschingsorden und Tanzmariechen: Das schwere Leben eines
Bürgermeisters
Auch dann war noch nicht
Schluss. Es wurde bis tief in den Morgen getanzt.
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