Generalversammlung im Jubiläumsjahr und eine bahnbrechende Neuerung:
Frauen dürfen Mitglied beim MGV Schloßberg
werden
Auf der Generalversammlung des MGV Schloßberg im 100. Jubiläumjahr des Vereins stand naturgemäß ein Rückblick auf die zahlreichen und überaus erfolgreichen Veranstaltungen des Chors im Mittelpunkt. Aber der Blick richtete sich auch nach vorne: Vorstandswahlen standen ebenso auf der Tagesordnung wie eine fast revolutionär zu nennende Reform der Satzung des Vereins. In Zukunft wird der MGV Schloßberg passive Mitglieder aufnehmen, und zu ersten Mal seit hundert Jahren wird es möglich sein, dass sich eine Vertreterin des weiblichen Geschlechts als Mitglied eines weiterhin rein männlichen Gesangvereins bezeichnen darf.
„Wir befinden uns immer noch im Jubiläumsjahr, wenn auch die Veranstaltungsreihe zum 100 jährigen Jubiläum abgeschlossen ist.“ Der 1. Vorsitzende ließ die einzelnen Veeranstaltungen kritsch Revue passieren und kam zu dem abschließenden Ergebnis, dass die Auftritte des MGV Schloßberg und seiner Gäste zum 100jährigen Jubiläum auf einem sehr hohen Niveau standen und auf ein begeistertes Publikum trafen. Die Ziele der Veranstaltungsreihe, einem breiteren Kreis von Menschen aus Stephanskirchen und der Umgebung anspruchsvolle Chormusik und musikalische Leckerbissen aller Art zu bieten, ihnen ein paar schöne Stunden durch Musik zu bereiten, die Freude an der (Chor-)Musik zu wecken und neue Freunde aus der ganzen Region zu gewinnen, und - last not least – dem Chor und den einzelnen Sängern die Gelegenheit zu bieten, ihre Fähigkeiten einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und den verdienten Applaus zu ernten – diese Ziele wurden voll und ganz erreicht.
Der Dank des 1. Vorsitzenden galt zunächst allen Sängern, die sich mit großem Engagement um die Organisation und Durchführung der Veranstältungen gekümmert hatten, sowie deren fleißigen Helfern aus Familie und Freundeskreis, dem Bürgermeister der Gemeinde Stephanskirchen für die Übernahme der Schirmherrschaft der Veranstaltungsreihe und Herrn Pfarrer Ager, der die Kirche in Haidholzen für das gemeinsame Konzert des MGV mit den Uralkosaken zur Verfügung gestellt hatte. Manche musizierenden Gäste, wie der Chor aus dem österreichischen Mörbisch, waren von weit her angereist, andere, wie die Geschwister Reif aus Stephanskirchen, gehören fast schon zum lebendigen Invertar von MGV-Veranstaltungen, und als Gastgeber des Innkreis-Sängerfests, also aller organisierter Sänger der Region, hatte der Verein eine nicht zu unterschätzende Herausforderung zu bewältigen.
Die Wahl des Vorstands verlief erwartungsgemäß unspektakulär. Schriftführer, Kassier, Notenwart, Zeugwart und ein Beisitzer mussten neu gewählt werden. Die Mitglieder bestätigten die alten Vorstandsmitglieder einstimmig und sprachen damit dem gesamten Vorstand das Vertrauen aus. Aufgrund seiner großen Verdienste für den Verein wurde der Kassier Helmut Janura von der Generalversammlung einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt, der zuvor in seinem Kassenbericht deutlich gemacht hatte, dass für die Veranstaltungen und einige Neuanschaffungen trotz vieler Sponsoren tief in die Kasse gegriffen werden musste.
Den Höhepunkt erreichte die Generalversammlung jedoch bei einem Tagesordnungspunkt, der den Verein organisatorisch stark verändern wird. Nach hundert Jahren reiner Männerdomäne fanden es die Sänger nach heftigen Diskussionen an der Zeit, die Satzung, die bisher nur aktive Mitglieder kannte, zu ändern. Um dem stetig wachsenden Freundeskreis des Vereins die Gelegenheit zu bieten, sich enger an ihn zu binden, Verantwortung zu übernehmen, die Geschicke des Vereins mitzubestimmen und organisiert für den MGV tätig zu werden, auch wenn aufgrund mangelnder Stimmgewaltigkeit, des falschen Geschlechts oder anderer Gründe eine aktive Mitgliedschaft nicht in Betracht gezogen wird, haben die Sänger einstimmig beschlossen, erstmalig passive Mitglieder aufzunehmen.
Damit ist nun der Weg für das weibliche Geschlecht frei, im und für den MGV tätig zu werden. Dennoch wird der MGV Schlossberg weiterhin, wie der Name schon sagt, ein Männergesangverein bleiben. Das liegt weniger daran, dass die Sänger befürchten, dass von nun an die Frauen den Ton angäben. Das tun sie nämlich bereits seit geraumer Zeit in Gestalt der derzeitigen Dirigentin und ihrer Vorgängerin. Vielmehr war es allen Sängern wichtig, den musikalischen Charakter, das Markenzeichen des Chors, zu bewahren.
Mit der Neuerung verspricht sich der Verein, das große Interesse, das ihm bei den Jubiläumsveranstaltungen entgegengebracht wurde, für sich fruchtbar zu machen. Die personelle Verstärkung durch passive Mitglieder bringt auch eine finanzielle Hilfe mit sich, die vom Verein durchaus erwünscht ist und die den Geldbeutel der passiven Mitglieder in Form eines Beitrags von lediglich 12 Euro pro Jahr nur mäßig beslastet.
Möglicherweise erweist sich eine passive Mitgliedschaft für den einen oder anderen Interessierten als Sprungbrett zum aktiven Sänger. Sicher ist jedoch, dass das erste weibliche Mitglied Lokalgeschichte schreiben wird: Es, bzw. sie, wird unauslöschlich in die Annalen der Vereinsgeschichte eingehen. Das ist dem MGV mindestens einen großen Blumenstrauß, ein Ständchen und vielleicht sogar etwas Hochprozentiges wert.
Außerordentliche
Generalversammlung
2008:
Neuer
Vorstand für den MGV
Führungswechsel beim MGV
Schloßberg
Der langjährige 1.
Vorsitzende des MGV Schloßberg, Gottfried Thalmeier, hat sein Amt aus persönlichen
Gründen zur Verfügung gestellt. Aus diesem Grunde sind Neuwahlen erforderlich
geworden.
Deshalb wählten die Mitglieder des
Chors bei einer außerordentlichen
Generalversammlung am 01.10.2008 einen neuen Vorstand:
1.Vorsitzender ist Otmar
Nau, bisher Vertreter von Gottfried Thalmeier.
2. Vorsitzender ist
Manfred Panhans, bisher Beisitzer, wurde Nachfolger von Otmar Nau.
Zum Beisitzer wurde Manfred
Kirstein gewählt.
Die anderen Mitglieder des
Vorstands standen nicht zur Wahl. Sepp Pauker bleibt Schriftführer, Helmut
Janura Kassier, Willi Opfermann Zeugwart und Bernhard Holzner bleibt Notenwart.
Der
außerordentlich große Prozentsatz
an Stimmen für die beiden Vorsitzenden macht deutlich, dass sie über eine hohe Akzeptanz
bei ihren Sangesbrüdern verfügen.
Der Wahlvorstand, Altbürgermeister
Sepp Ranner, bedankte sich nach Abschluss der Wahl bei Gottfried Thalmeier für
seine langjährige Tätigkeit für den MGV. Dem alten und neuen Vorsitzenden überreichte
er kleine Präsente.
Otmar Nau
hielt die Laudatio für Gottfried Thalmeier, der über 20 Jahre
Mitglied des Vorstandes war, davon 14 Jahre 1. Vorsitzender. In all seinen
Funktionen leistete er hervorragende
Arbeit, vertrat den Verein ausgezeichnet
und ist in großem Maße für den guten Ruf des Vereins verantwortlich.
Gottfried Thalmeier ist daneben auch ein begnadeter Sänger und
tritt oft als Solist auf. In
dieser Eigenschaft wird er dem Verein auch weiterhin treu bleiben. Die Mitglieder der
Generalversammlung wählten ihn wegen seiner großen Verdienste zum
Ehrenmitglied.
In seiner kurzen
Antrittsrede bedankte sich der neue 1. Vorsitzende für das Vertrauen, das ihm
die Sänger mit ihrer Wahl entgegengebracht
hatten. Außerdem wies er auf die Feierlichkeiten zum
100jährigen Jubiläum im kommenden Jahr hin und forderte alle Vereinsmitglieder
zur Mitarbeit auf.
Generalversammlung
2007:
Alle
Kräfte auf das Jubiläumsjahr 2009 konzentrieren!
Immer an dem auf das Frühjahrskonzert folgenden Mittwoch
findet die Generalsammlung des MGV statt. So auch in diesem Jahr.
Der 1. Vorsitzende, Gottfried Thalmeier, fand in seinem Bericht kritische Worte
zur Regelmäßigkeit des Probenbesuchs. Leider lässt die Anzahl der Teilnehmer an Veranstaltungen ebenfalls zu wünschen übrig,
beanstandete er.
Lobende Worte fand er für die Chorleiterin Marion Hummel und ihre Vorgängerin,
Gudrun Linke. Der MGV leistet sich den Luxus, gleich zwei Dirigentinnen zu beschäftigen. Bis Dezember 2006 dirigierte
Gudrun Linke den Chor. Aus beruflichen Gründen (das Studium geht vor) musste sie die Leitung
abgeben. Neue Chorleiterin und somit Chefin ist nun Marion Hummel. Gudrun bleibt
dem Verein jedoch erhalten. Sie dirigiert mit Elan und Temperament das Ensemble und
manchmal auch Teile des Chors.
So dirigierte sie z. B. den Chor zur Maiandacht in der Kirche Stephanskirchen
und studierte zu Bernhad Holzners Geburtstag mit Peter Bach, Sepp Pauker, Manfred
Panhans und Gottfried Thalmeier den "Leberkäs" ein. Über diesen Auftritt haben sich alle köstlich amüsiert.
Gottfried Thalmeier bedankte sich auch bei den Sängern, die sich mit dem Verein identifizieren und immer zur Stelle sind,
wenn sie gebraucht werden. Ein Sonderlob verdienten sich Willi Opfermann und Alfred Schiller. Beide
hatten 2006 keine Chorprobe versäumt.
Große Aufmerksamkeit fand bei den Sängern der vorläufige Veranstaltungskalender für das
Jubiläumsjahr 2009, den Otmar Nau bekannt gab. Die Besetzung des Festausschusses und deren Aufgaben
ist bereits vergeben.
Allerdings sind alle Sänger aufgerufen, zum Gelingen des des 100jährigen Bestehens des Vereins beizutragen.
Das ist die Vision der kommenden beiden Jahren, wobei 2008 richtungsweisend und ein Vorbereitungsjahr
für das große Fest von April bis Oktober sein wird. Der Bürgermeister von Stephanskirchen, Rudolf Zehentner, hat bereits zugesagt, die Schirmherrschaft zu
übernehmen.
Es gab auch kritische Worte: Manfred Panhans mahnte eine effektivere Informationspolitik des
Vorstandes an. Außerdem kritisierte er die Mitglieder, die sich nicht an die
Kleiderordnung halten: Wenn vereinbart worden sei, zu öffentlichen Auftritten die Vereinskrawatte
zu tragen, könne man auch erwarten, dass sich alle Sänger daran hielten.
Sepp Pauker als Schriftführer berichtete über die Vielzahl der Aktivitäten des Vereins im
Berichtsjahr und Helmut Janura konnte berichten, dass die Kasse stimmt.
Allerdings musste er mitteilen, dass im vergangenen Jahr die Ausgaben die Einnahmen überstiegen.
Der Verein verfügt jedoch über ein ansehnliches finanzielles Polster.
Peter Bach als Revisor bescheinigte dem Kassier hervorragende Kassenführung.
Auch Ehrungen gab es bei der Generalversammlung: Auf Antrag des 2. Vorsitzenden Otmar
Nau beschloss die Generalversammlung, die Sangesbrüder Werner Loferer und Josef
Kunkel zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Beide sind seit 40 Jahren Mitglieder des Vereins.
Otmar Nau ehrte auch Gottfried Thalmeier und Günter Puntschuh für ihre 25jährige Mitgliedschaft.
Neuwahlen standen in diesem Jahr nicht auf dem Programm, sodass sich an der
Zusammensetzung des Vorstandes nichts änderte.
Generalversammlung
2006:
Mit
Elan und viel Optimismus ins neue Geschäftsjahr!
Am 26.April rief der MGV
Schloßberg zur Generalversamm- lung in den Antrettersaal, und nur wenige
Sänger konnten nicht daran teilnehmen.
Die wichtigsten Tagesordnungspunkte waren zweifellos die Gewinnung neuer
Sänger, der Rückblick auf das höchst erfolgreich verlaufene
Frühjahrskonzert, der Dank des Chors an die neue Dirigentin Gudrun Linke und
die Wiederwahl des Vorstands.
Alle Sänger sind sich
einig, dass der Mitgliederwerbung eine entscheidende Rolle zukommt. Deshalb fand
der Peter Bach eingebrachte Antrag zu diesem Thema große
Aufmerksamkeit und wurde insbesondere vom 2. Vorsitzenden Otmar Nau
unterstützt, der auch seine praktische Mitarbeit an einer diesbezüglichen Kampagne ankündigte.
Da die intensive Behandlung dieses Themas den Raum einer Generalversammlung
sprengt, wurde die Einrichtung einer Arbeitsgemeinschaft beschlossen, die sich
diesem Anliegen widmen wird. Es herrschte Konsens darüber, dass die
Vorbereitung der Feiern zum 100jährigen Jubiläum mit der Werbung neuer
Mitglieder kombiniert werden müsse.
Das gerade so überaus
erfolgreiche Frühjahrskonzert
wurde vom 1. Vorsitzenden Gottfried Thalmeier zum Anlass genommen, die
großartige Arbeit der Dirigentin Gudrun Linke herauszustellen, die den Verein
seit März 2006 musikalisch leitet und gerade die "Feuertaufe" des
Frühjahrskonzerts mit Bravour bestanden hat.
Die Wahl des Vorstands
gestaltete sich gänzlich unspektakulär - der alte ist zugleich der neue.
Erwartungsgemäß wurden
auch Quirin Zehetmeier als Fähnrich,
Manfred Panhans und Peter Tresenreiter als Beisitzer und Peter Bach und Günter
Baumgartl als Revisoren bestätigt. Letztere konnten vermelden, dass der Verein
in Gestalt von Helmut Janura als Kassier wiederum Gewinne verbuchte.
Quirin Zehetmeier, seit 1979 Fähnrich, wurde wegen seiner Verdienste für den
Verein von der Generalversammlung auf Antrag des Vorstandes zum Ehrenmitglied
ernannt, und
beim Tagesordnungspunkt Wünsche und Anträge zeigten sich die Sänger sehr
diskussionsfreudig.
Das
Resümee
- Mit einer nicht nur bei allen Sängern sehr beliebten neuen Chorleiterin, die
bereits ihre musikalische Handschrift beim Frühjahrskonzert hinterlassen hat
- mit Sängern, die zu jeder musikalischen Schandtat bereit sind, sofern sie gut
klingt,
- mit einem neuen alten Vorstand, der sich noch intensiver und effektiver
einsetzen will als bisher
- mit überaus erfreulichen Finanzen, die dem Verein einiges an
Handlungsfreiheit bieten und
- mit dem festen Blick auf das Jubiläum 2009, das ein großartiges Fest werden
wird -
mit all diesen
Voraussetzungen wird der MGV Schloßberg ins neue Geschäftsjahr gehen. Der
Erfolg, wie er sich bereits im Frühjahrskonzert eingestellt hat, kann mit
diesen Bedingungen, um die uns Viele beneiden, gar nicht mehr ausbleiben.
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